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Ausstellungen

Adi und Art Brut

Ausstellungsdauer: 09.06.2020 - 30.09.2020

VORSCHAU

Aufgrund der aktuellen Situation verschoben, wird im Frühjahr 2021 wird die Ausstellung " Adi und Art Brut" im Forum Frohner in Krems stattfinden. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Departement für externe Präsentationen des Vereins Freunde des Hauses der Künstler in Gugging. 

Ausgehend von der im Heiligen Kreuzerhof gezeigten Schau im Jahr 1990 begibt sich das Forum Frohner auf Spurensuche nach dem künstlerischen Dialog zwischen Adolf Frohner und den Guggingern. Die Ausstellung spannt den Bogen von Schlüsselwerken der Gugginger Klassiker über die zweite Generation Gugginger Künstler zu Frohners grafischen und malerischen Werken aus den 1980er und 1990er Jahren. 

 

Die Art Brut wurde von Jean Dubuffet in den 1940er Jahren begründet und versteht sich als künstlerische Auffassung, die nicht von kultureller Kunst beeinflusst ist. Für Adolf Frohner bedeutete die Begegnung mit Jean Dubuffet und der Art Brut im Paris der 1960er Jahre einen wichtigen Impuls.  Die einfache und ursprüngliche technische Verfahrensweise der Art Brut, die durch ihre direkte und unverfälschte Ausdruckkraft berührt, beeinflussten Frohner nachhaltig.

In den 1970er Jahren erhielt die Kunst aus Gugging als österreichische Spielart der Art Brut erstmals Aufmerksamkeit seitens der lokalen Kunstwelt. Auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten begannen sich junge Künstler wie Arnulf Rainer und Peter Pongratz mit dieser Kunstform zu beschäftigen. Auch Adolf Frohner interessierte sich

für die direkte Ausdruckskraft der Gugginger und setzte sich mit den wegbereitenden Publikationen wie Hans Prinzhorns „Bildnerei der Geisteskranken“aus 1922 und Leo Navratils „Schizophrenie und Kunst“, aus dem Jahr 1965 auseinander. Als renommierter Künstler und Professor an der Hochschule für angewandte Kunst (heute Universität) trat er den Freunden des Hauses der Künstler in Gugging unterstützend bei und besuchte Gugging regelmäßig. Als es 1989 zu einer öffentlichen Diskussion betreffend der Vergabe des Oskar-Kokoschka-Preises kam, die den „Guggingern“ verliehen werden sollte, unterstützte er das Anliegen. Doch zunächst traf man auf Widerstand. Ein Jahr später kam es zu einem Umdenken und den Künstlern aus Gugging wurde diese Ehrung zuteil. Aus diesem Grund initiierte Adolf Frohner 1990 die Ausstellung „Die Künstler aus Gugging. Haus der Künstler“, in der Galerie der Hochschule für angewandte Kunst im Heiligen Kreuzerhof in Wien. Die Vergabe des Preises fand dort auch statt und markiert einen Wendepunkt in der öffentlichen Betrachtung der Gugginger KünstlerInnen vor allem in Österreich.

 

 

Kontakt

Lisa Windischbauer, M.A.

Department für externe Präsentationen

+43 676 84 11 81 219

windischbauer@gugging.org

Privatstiftung - Künstler aus Gugging

Am Campus 2, 3400 Maria Gugging, Österreich

+43 676 84 11 81 220

foundation@gugging.org

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