Ausstellungen / Museum 09 - 10
[Ausstellungen des Museum Gugging in den Jahren 2009 und 2010]


2010

Vorschau:
6. Oktober 2010, Eröffnung der Ausstellungen:
"judith & shields.!",
"sava.! sekulic" und
"gugging classics 4.!"


Aktuell:
26. März 2010 - 26. September 2010:
"aloïse.! corbaz",
"hauser's frauen.!" und
"gugging classics 3.!"

Download:  Einladung

"aloïse.! corbaz"
Die Schweizerin Aloïse CORBAZ (1886 - 1964), deren Kunstwerke ausschließlich während ihres über 40 Jahre fortdauernden Psychiatrieaufenthaltes entstanden, ist die bekannteste Frau in der Art Brut. Ihr Hauptmotiv war sie selbst. Ihre Darstellungen eigener wie fiktiver Liebesgeschichten sind romantisch, verklärt und von der Vorstellung der Erfüllung höchster Wünsche in der Liebe getragen.
Von den frühen, zarten Versuchen bis zum Glanzstück der Ausstellung, dem zwölf Meter langen Rollbild „Rouleau de la nativité“, dem „Rollbild der Geburt Christi“, lässt sich die phantastische Welt der Malerin entdecken.

Aloïse in Gugging
Aloïse Corbaz, Le Bâteau poules (Das Schiff der Hühner), (1960-1963)
Ölkreide auf Papier, 84 x 59.5 cm, Rückseite

Photo. Simon Schmid, Bern
© Fondation Aloise
Kunstmuseum Solothurn, Schweiz
Schenkung Etienne und Jacqueline Porret-Forel


"hauser's frauen.!" im Novomatic Salon
Johann HAUSER (1926-1996) wurde schon sehr früh der Star unter den Gugginger Künstlern. Mit seinem prägnanten Strich, von anderen Künstlern – Jean DUBUFFET bis Arnulf RAINER - hoch geschätzt, war seine Kunst schnell anerkannt. Unter Hausers Motiven stach eines besonders hervor: die Frau. Hauser zeichnete sehr direkt erotische Frauen mit demonstrativ großen Geschlechtsmerkmalen. Seinen Zenit erreichte er im Sommer 1986 mit den `drei Frauen´, drei Zeichnungen, die nun wieder nach Gugging zurückgekehrt und so der Öffentlichkeit zugänglich sind.

Johann Hauser
Johann Hauser, Nackte Frau mit Hut, 1986
Bleistift, Farbstifte
© Privatstiftung Künstler aus Gugging

Corbaz und Hauser schufen zwei völlig konträre Ansichten von Frauen: romantisch verklärt und sexualisiert. Zwei Varianten des Frauenbildnisses in der Art Brut, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und die sich in diesen Ausstellungen doch perfekt ergänzen.
Die Werke kommen aus dem Kunstmuseum Solothurn und mehreren Privatsammlungen in der Schweiz und in Österreich, darunter auch der Diamond Collection.

"gugging classics 3.!"
Gemeinsam mit den oben genannten temporären Ausstellungen ist auch die ständige Präsentation "gugging classics 3.!" zu sehen. Auf 700 m2 gibt diese Schau einen umfassenden Überblick zu Geschichte und Gegenwart der künstlerischen Aktivitäten in Gugging. Neben den bekannten Vertretern der Art Brut wie August WALLA, Oswald TSCHIRTNER oder Johann HAUSER wird auch das Werk in Vergessenheit geratener Künstler wie Franz GABLECK oder Rudolf HORACEK gewürdigt. Die Exponate in diesem Ausstellungsbereich werden regelmäßig ausgetauscht und ergänzt.

Gugging Classics, Franz Gableck
Franz Gableck
Ein Autostadion, 1968
Gugging Classics, August Walla
August Walla
[bemalte Rückseite einer Leinwand], 1991
Gugging Classics, Franz Kernbeis / Flugzeug
Franz Kernbeis
Flugzeug, 2008

Seit den 70er Jahren gehören die Künstler aus Gugging zu den weltweit wesentlichen Vertretern der Art Brut. Jean DUBUFFET hat sie als Vertreter dieser Kunstrichtung persönlich anerkannt; ihre Werke werden neben der Collection de l' Art Brut in Lausanne auch in vielen Museen zeitgenössischer Kunst, wie etwa dem Philadelphia Art Museum oder dem Setagaya Museum in Tokyo gesammelt und ausgestellt. Seit 2006 ermöglicht das Museum Gugging nun auch die Präsentation dieser Werke am Ort ihres Entstehens.

Ausstellungskataloge Museum Gugging
Kataloge zur Ausstellung:
"Hauser's Frauen", J. Feilacher, 2010 und
"Aloïse, comme un papillon sur elle", Kenko Kitaoka, 2009


2009

17. September:
Wiedereröffnung des Museum Gugging

18. September 2009 - 14. März 2010:
"duo.! anton dobay – oswald tschirtner" und
"liberty.! - african american artists" sowie die permanente Ausstellung
"gugging classics" » mehr